Ein Virus – Zwei Krankheiten

Der Übeltäter ist das Varizella-Zoster-Virus (im weiteren VZV),welches zur Familie der Herpesviren gehört. Er verursacht die Windpocken und die Gürtelrose.
Gürtelrose ist eine Erkrankung die durch das Virus hervorgerufen wird.
Sie ist gekennzeichnet durch einen streifenförmigen, blasigen Hautausschlag der oft als Komplikation noch mit starken Schmerzen im Haut-Versorgungsgebiet (Dermatom)des betroffenen Nerven einhergeht.
Die meisten Menschen stecken sich schon als Kind mit diesem Virus an, der dann die sogenannten Windpocken(Varizellen) auslöst. Einmal infiziert werden wir den Virus nicht mehr los, er schlummert in den sogenannten Ganglien. Später dann, mit fortschreitendem Alter (ab fünfzig aufwärts) durch Ursachen die das Immunsystem schwächeln lassen (Stress, Chemotherapie in Folge eines Krebsleidens, Aids), erkranken die Menschen dann wieder durch eine sogenannte Reaktivierung des Virus, dieses Mal löst dieser aber dann eben den Herpes Zoster(Gürtelrose) aus, was aber im Vergleich zu der Kinderkrankheit weitaus unangenehmere und schmerzhafte, oftmals bleibende(chronische) Konsequenzen mit sich bringt wie den Nervenschmerz..
Jedes Jahr erkranken ca. 300.000 Menschen in Deutschland an einer Herpes Zoster Infektion. Die Durchseuchung in der Bevölkerung liegt bei fast 100% da fast jeder sich im Laufe seines Lebens einmal mit VZV ansteckt( viele machen eine stille Infektion durch, ohne das sie erkranken).
Ab dem fünfundachtzigsten Lebensjahr hat fast jeder zweite das Risiko zu erkranken.
Der seit 2013 in ganz Deutschland zugelassene und verfügbare Impfstoff: „Zostavax“ ist hervorragend geeignet gegen diese Infektion und insbesondere dessen Nebenwirkungen vorzubeugen (eine 100% Garantie das man nicht erkrankt gibt es jedoch nicht; aber selbst wenn man dann Gürtelrose bekommt fällt diese leichter aus und die Langzeitfolgen sind abgeschwächt.
Ab einem Alter von 50Jahren aufwärts, aber auch insbesondere bei chronisch Kranken und Personen mit viel Stress im Alltag sollte man diesen Impfstoff zur sogenannten Prophylaxe einsetzen. Bisherige Ergebnisse und Nachuntersuchungen der großangelegten „Shingles Prevention Study“, der größten Studie bisher zu diesem Thema zeigen einen über 50% Erfolg zur Krankheitsvermeidung und größer 60% Erfolg bei der Vermeidung der schweren Nebenwirkungen.
Speziell Menschen mit besonderen Risikogruppen sollten sich impfen lasse, hat eine unlängst in England gefertigte Studie gezeigt; dazu gehören solche Patienten mit :Rheumatoider Arthritis, Chronisch entzündlichen Darmerkrankungen, COPD, Asthma, Chronischen Nierenerkrankungen, Depressionen. Das grösste Risiko hiernach hätten Patienten mit Immunschwäche wie Lymphen oder Myelomen , diese dürften allerdings nicht geimpft werden.
Erstaunlicherweise zeigte sich für Typ2 Diabetiker kein erhöhtes Risiko für Herpes Zoster.
Bisher geht man von einer einmaligen Impfung aus, wobei jedoch die Dauer des Impfschutzes derzeit mit 7Jahren angegeben ist.
Wenige Ausnahme-Patienten mit Allergien gegen einen der Inhaltsstoffe oder immunsuppressiven Therapien sollten nicht geimpft werden.
Ob die Impfung dann für Sie in Frage kommt, besprechen Sie bitte mit Ihrem Hausarzt. Bezüglich der Kostenübernahme sollten Sie Ihre Krankenkasse befragen.Eine Info darüber welche Kassen derzeit die Kosten übernehmen erhalten Sie hier

Quellenangabe:
Handbuch der Impfpraxis/ Deutsches Grünes Kreuz

http://www.arznei-telegramm.de/html/2009_11/0911096_01.html

http://dgk.de/gesundheit/impfen-infektionskrankheiten/krankheiten-von-a-bis-z/zoster-herpes-zoster/aktuelles.html

http://de.wikipedia.org/wiki/Herpes_Zoster

http://www.bmj.com/content/348/bmj.g2911

Bitte haben Sie Verständnis, das ich für die Informationen aus weiterführenden links keine Garantie übernehmen kann!

VNS- Das Vegetative Nervensystem Die Kunst des rechten Maßes

Das „Vegetative oder auch autonome Nervensystem“ nachfolgend VNS, reguliert ohne das wir direkt etwas dafür willentlich tun müssten die Funktion all unserer Organe.

Die Hauptakteure hierbei sind der Sympathikus und der Parasympathikus. Der wichtigste Botenstoff (auch Neurotransmitter genannt) hierbei ist das Acetylcholin.

Das VNS kontrolliert das innere Milieu der Körpers, hält das biologische Gleichgewicht aufrecht und passt mithilfe der beiden Akteure dem Sympathikus und dem Parasympathikus  die Organfunktionen an die jeweiligen Bedürfnisse und Situationen des Menschen an.

Ein Mangel dieses Stoffes führt erwiesenermaßen zu den meisten sogenannten „Vegetativen Störungen“. Hieraus können Störungen bei der :

  • Herzfunktion
  • Blutdruckregulation
  • Funktion der Blutgefäße
  • Durchblutung des Gehirns sowie aller inneren Organe
  • Funktion der Lunge
  • Funktion der Nieren, Harnleiter und Blase
  •  Funktion aller Verdauungsorgane(Magen, Leber, Darm; Speicheldrüsen)
  • Funktion der Hormondrüsen(Schilddrüse, Zirbeldrüse, Hirnanhangsdrüse, Thymusdrüse,  Keimdrüsen, Nebennierenmark und –Rinde, Bauchspeicheldrüse)

Nun kann die ausgleichende Wirkung(das rechte Maß) von Sympathikus und  Parasympathikus durch vielerlei äußere Einflüsse gestört werden:

Generell Stress, psychische Überlastung, privat oder im Job(Partnerschaftskonflikte, Mobbing), Zukunfts- und-Existenzangst, Soziale Probleme wie Arbeitslosigkeit, falsches Freizeit- und Ernährungsverhalten, Genuss- und Arzneimittelmissbrauch(Alkohol, Schlaftabletten, Drogen), des weiteren Lärm und Umweltbelastungen, Schlafmangel, Elektrosmog uvm…

Diese Störungen konnte man bisher nur vermuten oder aus den Erzählungen der Patienten schließen. Seit einigen Jahren haben Wissenschaftler an den Universitäten Düsseldorf und Hannover die so genannte VNS- Analyse mittels Herzfrequenzvariabilität(HRV) erforscht und für die Medizin nutzbar gemacht, indem man nun hiermit Schlussfolgerungen zur Funktion des  VNS  ziehen kann. Studien weisen darauf hin das die HRV- Analyse klinische Bedeutung hat für:

  • die Kardiologie(KHK, elektrische Instabilität)
  • Neurologie(Alzheimer)
  • Endokrinologie(Hyperthyreose)
  • Pathopsychologie(Depression)
  • Pharmakologie(Drogen, Medikamenten-Kontrolle)
  • Arbeitsmedizin(Psychischer/mentaler Stress)
  • Diabetologie(Neuropathien)
  • Geburtsmedizin(plötzlicher Kindstod)

In der Praxis nehmen wir uns die VNS-Analyse zur Hilfe um z.B. sogenannte Vegetative Dysregulationen aufzuspüren. Dies ist mit einer speziellen sieben Minuten dauernden Messung der Herzfrequenzvariabilität möglich. Anschließend  sollten je nachdem, verschiedene Methoden zum Einsatz kommen, um das Ungleichgewicht zwischen Sympathikus und Parasympathikus zu  mindern und zu beheben:

  •  Atemübungen mit Atemtakter
  • Progressive Muskelentspannung
  • Joga, Qi Gong etc.
  • Umstellung der Lebens/Arbeits/Ernährungsgewohnheiten
  • Infusionen mit Cholin
  • Neuraltherapie mit Procain
  • Audiovisuelle Mentalsysteme für modernes Stressmanagement und effizienten Konzentrationsaufbau

Wenn sie weitere Fragen hierzu haben wenden sie sich an das Personal oder fragen sie mich direkt, bei Ihrem nächsten Termin

Die Grippe-Saison naht!

 Wer ist der Übeltäter?

Die Influenza oder auch Grippe ist eine Atemwegsinfektion die oft seuchenartig verlaufen kann. In den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts wurden nacheinander die Virusstämme Influenza A und B und entdeckt. Der B-Stamm ist für kleinere, lokalisierte Ausbrüche verantwortlich.

Der Virusstamm der Influenza A verursacht dagegen eher große Epidemien und auch sogenannte Pandemien (Länder- und Kontinent übergreifende Ausbreitung einer Krankheit). Schlimme Pandemien werden in der Geschichte schon um 1580 beschrieben, wo in Rom allein 9000 Opfer zu beklagen waren. Im 20. Jahrhundert gab es drei wesentliche Pandemien: 1918, 1957 und 1968.

Die berüchtigte „Spanische Grippe „ forderte 1918 im Verlauf von nur neun Monaten ca 40 Millionen Opfer weltweit, allein in Deutschland  gab es damals 250 000 Tote.

Woran erkennt man eine Grippe?

Die Symptome sind: Husten, Schnupfen, Halsschmerzen, Kopfschmerzen, ausgeprägtes Krankheitsgefühl, Muskelschmerzen und  plötzlich einsetzendes hohes Fieber

Wie steckt man sich an?

Überträger ist meist der Mensch, jedoch können auch Schweine oder Vögel, Pferde und andere Säugetiere den Virus in sich tragen und weitergeben auch wenn sie selbst noch nicht sichtbar erkrankt sind. Ansteckend ist der Erkrankte von Beginn der sichtbaren Erkrankung noch 3-5 Tage.

Meist wird der Virus durch Tröpfcheninfektion, beim Husten/Nießen, oder aber über Kontakt zu kontaminierten Oberflächen (Handinnenfläche, Türklinke) übertragen.

Ist man einmal erkrankt kann der Arzt über bestimmte Tests bestimmen ob eine „richtige Influenza-Grippe vorliegt. Diese kann man dann symptomatisch mit fiebersenkenden Mitteln, imunstimulisierenden Medikamenten  aber insbesondere mit antiviralen Medikamenten wie dem Oseltamivir oder dem Zanamivir behandeln.

Die schwersten Komplikationen der Virusgrippe erfolgen durchÜberlagerung mit bakteriellen Infekten, insbesondere durch eine die Lungenentzündung.

Nicht zu verwechseln ist die Influenza-Grippe mit einer banalen Erkältung(Grippaler Infekt) wie man sie das ganze Jahr über bekommen kann. Auch hier ist ein Virus im Spiel jedoch sind die Symptome und allgemein die Erkrankung abgeschwächt.

Wie kann man sich schützen?

Diese allgemeinen Schutzmaßnamen sollte man beherzigen: Essen Sie viel Obst mit Vitamin C-Gehalt oder nehmen sie Vitamin C Präparate. Waschen Sie sich oft die Hände insbesondere wenn sie von Draußen kommen. Halten sie Händedesinfektion griffbereit.

Da die Grippe „Saison“ der Winter ist, fangen wir Mitte September Anfang Oktober mit den Grippeimpfungen an. Die meisten Menschen ab sechs Monaten können geimpft werden.

Wer sollte sich schützen?

Alle Menschen ab dem sechzigsten Lebensjahr, Personen die in öffentlichen Einrichtungen mit viel Publikumsverkehr oder in Alten- und Pflegeheimen arbeiten, sollten sich impfen lassen. Gefahr birgt die Grippeinfektion insbesondere für chronisch Erkrankte: (Erkrankungen der Atemwege, Leber, Nieren, Herz-Kreislauferkrankungen, Diabetes Mellitus aber auch HIV-Infizierte). Diese Menschen sollten sich unbedingt jährlich gegen Grippe impfen lassen.

Ihr Hausarzt aber auch viele Fachärzte beraten sie gerne hierzu und führen die Impfungen dann durch.

Ein Grippeimpfstoff wird aus inaktivierten Virusteilen hergestellt und kann deshalb nie eine Grippe auslösen. Übliche Nebenwirkungen der Impfung verschwinden schnell wieder. Impfschutz entwickelt sich meist innerhalb von 2-3 Wochen nach der Impfung.

Alkoholkonsum und Demenz

Alkoholkonsum und Demenz

 

Auch moderater Alkoholkonsum ist ein Risiko für Demenz „ das präsentiert Michelle Roberts auf einer Internationalen Konferenz als Ergebnis einer Studie an 1300 Frauen in dem Alter über 60 und forderte damit diejenigen heraus, die behaupten das der mäßige Konsum von geringen Mengen Alkohols gut für die Gesundheit und auch das Gehirn sei.

 

Auch diejenigen die sich also zurückhalten wären einem Risiko ausgesetzt, ebenso wie die sogenannten “Quartalssäufer“ und die, die regelmäßig viel Alkohol konsumierten.

Je höher der Alkoholkonsum desto stärker die Auswirkungen auf das Gehirn wie: leichte Erinnerungsstörungen sowie andere Hirnfunktionsstörungen bis hin zur voll ausgeprägten Demenz.

Auch Frauen die während der Beobachtungszeit mit dem Alkohol anfingen erhöhten ihr Risiko damit. Ein „moderater“ Alkoholkonsum von 7-14 „Drinks“ pro Woche würde die oben beschriebenen leichteren Störungen schon auslösen als Warnsignal für drohende Demenz.

 

Andere Studien eines US-Forscherteams zeigten möglichen Schaden durch sogenanntes „Quartals saufen“. Die untersuchten 5075 Männer und Frauen die mindestens ein mal im Monat zu viel Alkohol tranken entwickelten schneller demenztypische Probleme.

Wer alle 14 Tage „zu tief in’s Glas“ schaute verdoppelte sein Risiko.

 

Alkoholkonsum kann Blutdruck- und Cholesterinanstieg bewirken, was wiederrum zur Schädigung der Blutgefäße der hirnversorgenden Arterien führen kann, was zu einer anderen Variante, der vaskulären Demenz führen kann.

 

Männer sollten demnach nicht mehr als 3-4 Einheiten, Frauen 2-3 Einheiten Alkohol pro Tag konsumieren. Eine Einheit Alkohol entspräche etwa ½ l Bier, einem kleinen Glas Wein oder 25ml starker Alkoholika.

 

Dr. Marie Janson von der Alzheimer Forschung in England warnte, das in allen Ländern mit nachgewiesen hohem Alkoholkonsum diese neuen Daten für Menschen jeden Alters sehr ernst genommen werden sollten.

„ Solch unterschiedlichen Ergebnisse unterstreichen den Bedarf für tieferführende Studien die herausstellen in wie fern das Trinkverhalten das Hirn und damit die Kognition(das menschliche Verhalten) beeinflusst”.

Viele Menschen würden trinken um sich zu entspannen, deshalb sei es wichtig hier ein Auge auf der Menge des Alkoholkonsums zu behalten.

Abschließend betonte sie das die beste Empfehlung die sei, den Alkoholkonsum ein Leben lang auf sehr geringer Höhe zu halten um von den möglichen Vorteilen zu profitieren und den Risiken von Ausschweifungen zu entgehen.

 

Weitere Informationen hierzu folgen. Bitte schauen sie regelmäßig in meinen Blog!

 

Bitte scheuen sie sich nicht einen Sprechstundentermin zu vereinbaren, falls Sie sich hier angesprochen fühlen oder ein Familienmitglied hier Probleme hat. Wir werden das Problem diskret aber konsequent angehen.

 

Links: http://www.alz.org/aaic/

http://www.alzheimersresearchuk.org/

 

Eventuell von Interesse:  http://www.anonyme-alkoholiker.de

Reisemedizin und Schutzimpfungen

Die Deutschen sind „Reiseweltmeister“ so wird oft gesagt.

Es ist ja auch toll andere Länder und Sitten kennen zu lernen, deren Geschichte kennen zu lernen und die “fremde”Architektur zu erleben oder aber mal nur die Seele an einem sonnigen Strand baumeln zu lassen und etwas Vitamin D zu tanken, von dem wir ja leider hier bei uns wegen der wenigen Sonnentage nicht ganz so viel abbekommen.

Dann machen wir uns auf nach Mallorca, oder in die Türkei, nach Griechenland, oder wir wollen mal etwas exotisches erleben und fliegen nach Thailand, Vietnam, USA, Südamerika, Neu Guinea oder Australien.

Wir buchen ein Komplett-Paket mit Flug + Hotel, kaufen uns evtl. einen Reiseführer oder planen ganz individuell eine tolle Reise mit diversen Stopps um möglichst viel zu sehen und zu erleben.

Bei einem Strandurlaub kann ja nicht viel passieren, denken wir, aber wir vergessen das Land  drum herum, die unglücklichen Zufälle, die Leichtsinnigkeit anderer Menschen.

Schon Goethe sagte: Unvorbereitetes wegeilen, bringt unglückliche Wiederkehr ! Zitat aus:  Wilhelm Meisters Wanderjahre.  Also haben wir auch wirklich alles geplant? Oder haben wir vielleicht doch etwas vergessen. Die Hauptperson soll ja nicht nur Spaß, Abenteuer, Erholung, Entspannung oder Bildung auf der Reise erleben, sondern auch wohlbehalten wieder zu Hause ankommen und gesund in den Alltag wieder einsteigen. Eine Grundvoraussetzung hierfür ist  das  die Gesundheit geschützt wird, soweit das geht.

Meine Empfehlung: lassen Sie Ihren Impfausweis rechtzeitig, das heißt mindestens 6 Wochen bis 3 Monate vor Abreise, bei Ihrem Hausarzt checken, oder suchen Sie einen kompetenten Reisemediziner oder eine Tropenambulanz auf, je nachdem wo Sie wohnen und welche Reise Sie planen. Sie können sich dann speziell und individuell für die geplante Reise, das Reiseland, beraten lassen. Der Impfausweis wird auf Lücken gecheckt( Impfungen die Sie eigentlich haben die aber aufgefrischt werden müssen) oder spezielle reisemedizinische Impfempfehlungen werden besprochen. So benötigt man  für viele Länder eine Hepatitis A-Impfung, eine Cholera oder Typhus-Impfung,  eine Tollwut- oder sogar eine Meninigitisprophylaxe(Hirnhautentzündung). Spezielle Impfungen die zum Beispiel Pflichtvoraussetzung vor Einreise in mache Länder sind, wie die Gelbfieberimpfung, können sie nur in speziellen dafür zugelassenen Praxen oder reisemedizinischen/Tropenambulanzen und Gesundheitsämtern  durchführen lassen. Auch das will geplant sein.

Sie meinen, das Sie diese ganzen Impfungen ja schon als Kind hatten und nun nicht mehr brauchen? Viele Krankheiten die in Deutschland fast ausgerottet sind, grassieren in manch anderen Ländern noch, weil dort keine entsprechenden Impfkampagnen stattfinden. So wurde zum Beispiel die Poliomyelitis (Kinderlähmung) durch  Impfkampagnen in Deutschland/Europa in den 1960er Jahren ausgerottet. In vielen asiatischen und afrikanischen Ländern grassiert die „Lähmungserkrankung“ jedoch noch und wird dann durch unzureichend nachgeimpfte Personen wieder in Europa eingeschleppt. Ein simpler Blick rechtzeitig auf den Impfausweis, kann solche „Reisesouveniere“ verhindern.

Sie wollen “nur” in Deutschland verreisen? Denken Sie an die Frühsommermeningoenzephalitis(FSME), durch einen Zeckenbiss übertragen! Auch hier kann man sich rechtzeitig impfen lassen.

Auch ob Sie eine Malariaprophylaxe benötigen und was für andere hygienische Vorsichtsmaßnahmen Sie beachten sollen, wie eine Reiseapotheke gefüllt sein sollte, erfahren Sie bei einer solchen reisemedizinischen Beratung.

Wenn Sie chronische Erkrankungen haben wird eine solche reisemedizinische Beratung insbesondere auch darauf Rücksicht nehmen inwieweit diese Traumreise für Sie in Ihrer speziellen Gesundheitssituation Gefahren birgt und worauf Sie achten müssen. Oft müssen für Dauermedikamente oder Schrittmacher entsprechende Bescheinigungen erstellt werden, damit diese mitgeführt werden können und es mit den Zollbehörden keine Probleme bei der Einfuhr gibt. Sie erfahren auch ob eine effektive Thromboseprophylaxe für sie notwendig ist und wie diese  durchgeführt wird.

Quellenangabe: Handbuch der Impfpraxis, Sieghart Dittmann; Deutsches Grünes Kreuz e.V.

Der Sommer kommt…..

Und mit ihm steigt das Schlaganfall/Herzinfarkt/Diabetes/Osteoporose-Risiko wiedermal…

Sie fragen sich wieso? Was hat das mit dem Sommer zu tun?

Nun, wir  werden  wieder gemütlich mit unseren Lieben und Freunden/Bekannten auf der Terrasse sitzen oder im Biergarten oder Café und  es uns gut schmecken lassen. Wir werden Bier trinken, Limo-Getränke mit Zucker gesüßt, oder alternativ mit Aspartam/Sacharin/Sucralose , „weil das ja den Zuckerspiegel nicht nach oben treibt und uns also nicht dick macht“ glauben wir mit unserem medizinischen Halbwissen und das wird uns auch in der Werbung so weisgemacht

Leider fehlt uns die Information, das süßstoffhaltige Getränke, also alle Diät-Limonaden die diese o.g. Stoffe enthalten uns eher krank machen als uns vor dem „Dickmacher“ Zucker zu schützen.

Studien haben gezeigt das Testpersonen, die diese Getränke konsumierten im Vergleich zu Anderen die nur Wasser tranken oder aber Coffein freien Kaffee, ein 10%erhöhtes Schlaganfallrisiko, Herzinfarktrisiko und  Osteoporose-Risiko(Frauen und Kinder insbesondere) hatten.

Die erhoffte und versprochene Gewichtsreduktion stellt sich, wie wir aus Studien wissen, leider auch nicht ein; vielmehr verschlimmert sich das metabolische Risiko und die Belastung für die Bauchspeicheldrüse eher noch und damit das Diabetes-Risiko.

Also überdenken Sie noch einmal was sie bestellen wenn sie am wohlverdienten Feierabend im Café sitzen oder aber für das Wochenende im Getränkemarkt einkaufen. Lassen Sie die Limos und Colas etc.(insbesondere die Lightgetränke) und und auch alle anderen Lightprodukte stehen. Trinken sie Wasser, evtl. eine Schorle.  wenn Sie Gelüste auf etwas Süßes haben, lassen Sie Zucker und Ersatzstoffe stehen und essen Sie Früchte, nutzen Sie das natürliche Aroma und die enthaltene natürliche Süße.

Benötigen Sie eine spezielle Ernährungsberatung, machen Sie bitte einen Termin mit meinem Praxisteam aus.

 

Quellenangaben:

http://www.examiner.com/article/are-artificial-sweeteners-effective-for-cutting-calories-are-they-safe

http://www.ajcn.org/content/95/5/1190

http://www.sciencedaily.com/releases/2012/04/120420123853.htm

http://www.eurekalert.org/pub_releases/2012-04/cc-sfs042012.php

http://www.diseaseproof.com/archives/osteoporosis-diet-soda-depletes-calcium-and-may-increase-heart-attack-risk.html

 

Gelbfieberimpfung

Die Erkrankung wird durch einen  Virus  ausgelöst und kommt im tropischen Afrika südlich der Sahara sowie den nördlichen Teilen Südamerikas einschließlich des Amazonasbeckens vor.

Oft ist bei der Erkrankung die Leber befallen und löst dann eine typische“Gelbsucht“ aus.

Die WHO schätzt das ca. 200000 Menschen jährlich erkranken, wovon etwa 20% sterben.

Überträger  sind Stechmücken in diesen subtropischen Gebieten die sowohl zwischen heimischen Affen als auch den Menschen diesen Flavivirus weitergeben.

Der Virus löst oft eine grippeähnliche Erkrankung mit den typischen Symptomen aus. Nicht selten bleibt die Infektion auch unbemerkt. Wenn sie aber in typischer Weise ausbricht folgen nach Gliederschmerzen und Fieber, nach wenigen Tagen dann eine Leberentzündung die zur Gelbverfärbung der Haut führt. Weitere Komplikationen sind Schleimhautblutungen und Nierenversagen.

Die Erkrankung hinterlässt eine wohl lebenslange Immunität.

Geschichtlich ist das Gelbfieber als gefährliche Seuche schon mehrere hundert Jahre bekannt, hat es doch die französischen Kolonialbestrebungen auf dem amerikanischen Kontinent entscheidend geschwächt und zum Beispiel den Bau des Panamakanals über lange Jahre verzögert, bis rigorose Moskitobekämpfung zu Hilfe kam. In den 1930er Jahren wurde dann endlich der Erreger entdeckt. Ab 1945 kam der erste Impfstoff zur Anwendung.

Reisemedizinische Aspekte: Reisende in oben genannte Gebiete, aber auch bei allen anderen (Fern)Reisen sollten sich von ihrem Hausarzt oder einem Reisemediziner zeitig vor der Reise (8-12 Wochen vorher wenn möglich) beraten lassen. Oft sind noch mehrere andere Impfungen zu empfehlen und müssen dann mit der Impfung gegen Gelbfieber abgestimmt werden, da diese gleichzeitig oder mit 4 Wochen Abstand zu verabreichen ist, spätestens jedoch 10 Tage vor der Einreise.

Zahlreiche gelbfieber-gefährdete aber auch -freie Länder verlangen einen Nachweis der Gelbfieberschutzimpfung. Diese Impfung muss durch eine in Deutschland staatlich anerkannte Gelbfieberimpfstelle erfolgen.(Listen dieser Impfstellen finden sich im Internet z.B. über die Tropenmedizinische Gesellschaft (DTG) sowie das Centrum für Reisemedizin (CRM).Der bisher einzige offiziell zugelassene Impfstoff heisst “Stamaril”

Neben der Impfung ist ein Schutz gegen die Insektenstiche durch entsprechende Hautschutz- Mittel die den Wirkstoff DEET enthalten(oder ähnliche)unbedingt zu empfehlen. Auch können die Imprägnierung der Moskitonetze und der Bekleidung hier sehr hilfreich vor diesen „geflügelten Vampiren“ schützen, die ja auch noch andere Krankheiten wie das Dengue-Fieber oder Malaria übertragen.

 

 

Blutdruck

Sind Sie Blutdruck Dipper oder Non-Dipper?

Sie fragen sich sicherlich nun: Was hat das mit Medizin zu tun, wie ich meine Takkos esse?

Es geht hier in Wirklichkeit darum, wie ihr Blutdruck sich verhält. All unsere inneren Organe gehorchen auf fast wundersame Weise einer inneren Uhr; man nennt das auch biologischer Rhythmus.

So verhält sich das auch mit unserem Blutdruck. Ab den frühen Morgenstunden regelt unsere

„Innere Uhr“, unser Biorhythmus den Blutdruck langsam herauf, damit wir tagsüber leistungsfähig

sind. In den späten Abendstunden, zur Nachtruhe ist es genau umgekehrt, der Blutdruck wird wieder heruntergeregelt. Wenn das alles optimal verläuft, nennen wir einen solchen Patienten in der Medizin einen „Dipper“.

Ein „Non-Dipper“ ist  dementsprechend ein Patient, bei dem diese Rhythmik nicht mehr optimal funktioniert und die nächtliche Blutdruckregulierung um weniger als 10-15% zurückgeht.

Umgekehrt gibt es noch „Extreme-Dipper“ bei denen der nächtliche Blutdruck–Abfall mehr als  20-25% beträgt.

Sie können sich vorstellen, dass es enorm wichtig ist heraus zu finden, zu welcher Kategorie Sie nun gehören, um die richtige Medikamentenwahl, aber insbesondere auch den richtigen Zeitpunkt für die Medikamenteneinnahme ( Morgens, Abends, Kombinationen von verschiedenen Medikamenten) für Sie zu bestimmen.

Mediziner messen deshalb unbedingt neben dem „normalen“ Blutdruck in der Praxis, (der eigentlich nur begrenzt aussagekräftig ist) insbesondere den „24Stunden Blutdruck“, weil erst hierdurch die Einteilung bzw. Einschätzung des  Blutdruckprofils erfolgen kann und wir sagen können: Sie sind ein „Dipper“ oder eben ein „Non-Dipper“.

Tipp: Sprechen Sie doch Ihren Hausarzt einmal darauf an und lassen Sie feststellen was sie für ein Typ sind !

 

Homocystein – die heimliche (Alzheimer)-Zeitbombe

Homocystein(Hcy) ist eine natürlich vorkommende Aminosäure. Sie ist ein obligates Produkt im Zellstoffwechsel, ist im menschlichen Blut messbar, konnte aber bisher mit keiner körpereigenen Funktion in Verbindung gebracht werden. Ungefährliche (Normal)Werte liegen bei 6-10micromol/l, wobei man davon ausgeht das Werte von 10micromol/l für Erwachsene und insbesondere Gefäß und Herzkranke schon potentiell schädlich sein können. Seit einigen Jahren sind die Mediziner immer aufmerksamer auf diesen Blutwert geworden weil Studien zeigten, dass er mit für eine starke Schädigung der Gefäßwände zuständig ist.

Als Ursache für erhöhte Hcy-Werte zeigten sich: Lebensstil-Faktoren(Kaffee, Zigaretten, Alkohol, erhöhte Proteinaufnahme, vegane Ernährung), Nierenfunktionsstörungen, Schilddrüsenunterfunktion, Autoimmunerkrankungen, erworbene Vitamin B6/B12/Folsäure-Mangelzustände(z.B. chronische Darmerkrankungen) genetische Defekte. Des weiteren sind diverse Medikamente Ursache eines Hcy-Blutspiegelanstiegs.

Die Folge erhöhter Hcy-Werte sind Durchblutungsstörungen allgemein aber insbesondere auch die mit der Arteriosklerose einhergehenden Erkrankungen wie die Koronare Herzkrankheit und der Schlaganfall, Thrombosen, Maculadegeneration, Schwangerschaftskomplikationen und sogar  Entwicklungsstörungen des Fötus im Mutterleib, Schlaganfälle  sogar bei Kindern sowie Depressionen und wie man inzwischen weiß  auch Demenzerkrankungen im Alter. Insbesondere bei der Alzheimer Demenz weiß man inzwischen das Blutdruck und Fettwerte hier statistisch keine Relevanz bei der Auslösung der Erkrankung zeigen. Homocysteinwerterhöhungen hingegen, insbesondere in den mittleren Lebensjahren sind jedoch, wie aus  alten und neuen Studien(2011) bekannt, nachweislich Auslöser für diese Demenzerkrankung.

Wie therapiert man nun einen zu hohen Hcy-Wert?

Dazu muß man wissen: Hcy verhält sich umgekehrt proportional zu den Blutspiegeln von B6, B12 und Folsäure. Das heißt: sind diese Vitaminspiegel oder auch nur einer davon im Blut zu niedrig steigt der Hcy-Spiegel; Besteht eine hohe Konzentration von B6/B12/Folsäure im Blut sinkt der Hcy-Spiegel. Betrachtet man die Empfehlungen der DGE(Deutschen Gesellschaft für Ernährung) und setzt sie in Beziehung zur üblichen Ernährung in Deutschland erkennt man schnell das hier eine Unterversorgung für B6 und Folsäure und zu geringem Masse auch für B12 besteht. Es ist also nicht realistisch den Bedarf an B6/B12/Folsäure diätetisch decken zu wollen, ganz abgesehen von diversen Krankheiten die zu einer Minderaufnahme  mit diesen Vitaminen führen und so eine Unterversorgung bedingen. Hier sollten dann hochdosierte Präparate in Tablettenform und in bestimmten Fällen auch Injektionen  erfolgen um den Vitamin B6/B12 und Folsäure-Spiegel zu heben und damit das Risiko zu senken.

Liebe Patienten! Sprechen sie bitte Ihren (Haus)Arzt auf den Homocysteinwert an und lassen Sie diesen bestimmen. Stellt sich eine Risiko heraus sollten sie schleunigst mit dem Arzt beraten wie man den Hcy-Wert normalisieren kann.