Sind Sie Blutdruck Dipper oder Non-Dipper?

Sie fragen sich sicherlich nun: Was hat das mit Medizin zu tun, wie ich meine Takkos esse?

Es geht hier in Wirklichkeit darum, wie ihr Blutdruck sich verhält. All unsere inneren Organe gehorchen auf fast wundersame Weise einer inneren Uhr; man nennt das auch biologischer Rhythmus.

So verhält sich das auch mit unserem Blutdruck. Ab den frühen Morgenstunden regelt unsere

„Innere Uhr“, unser Biorhythmus den Blutdruck langsam herauf, damit wir tagsüber leistungsfähig

sind. In den späten Abendstunden, zur Nachtruhe ist es genau umgekehrt, der Blutdruck wird wieder heruntergeregelt. Wenn das alles optimal verläuft, nennen wir einen solchen Patienten in der Medizin einen „Dipper“.

Ein „Non-Dipper“ ist  dementsprechend ein Patient, bei dem diese Rhythmik nicht mehr optimal funktioniert und die nächtliche Blutdruckregulierung um weniger als 10-15% zurückgeht.

Umgekehrt gibt es noch „Extreme-Dipper“ bei denen der nächtliche Blutdruck–Abfall mehr als  20-25% beträgt.

Sie können sich vorstellen, dass es enorm wichtig ist heraus zu finden, zu welcher Kategorie Sie nun gehören, um die richtige Medikamentenwahl, aber insbesondere auch den richtigen Zeitpunkt für die Medikamenteneinnahme ( Morgens, Abends, Kombinationen von verschiedenen Medikamenten) für Sie zu bestimmen.

Mediziner messen deshalb unbedingt neben dem „normalen“ Blutdruck in der Praxis, (der eigentlich nur begrenzt aussagekräftig ist) insbesondere den „24Stunden Blutdruck“, weil erst hierdurch die Einteilung bzw. Einschätzung des  Blutdruckprofils erfolgen kann und wir sagen können: Sie sind ein „Dipper“ oder eben ein „Non-Dipper“.

Tipp: Sprechen Sie doch Ihren Hausarzt einmal darauf an und lassen Sie feststellen was sie für ein Typ sind !