Gelbfieberimpfung

Die Erkrankung wird durch einen  Virus  ausgelöst und kommt im tropischen Afrika südlich der Sahara sowie den nördlichen Teilen Südamerikas einschließlich des Amazonasbeckens vor.

Oft ist bei der Erkrankung die Leber befallen und löst dann eine typische“Gelbsucht“ aus.

Die WHO schätzt das ca. 200000 Menschen jährlich erkranken, wovon etwa 20% sterben.

Überträger  sind Stechmücken in diesen subtropischen Gebieten die sowohl zwischen heimischen Affen als auch den Menschen diesen Flavivirus weitergeben.

Der Virus löst oft eine grippeähnliche Erkrankung mit den typischen Symptomen aus. Nicht selten bleibt die Infektion auch unbemerkt. Wenn sie aber in typischer Weise ausbricht folgen nach Gliederschmerzen und Fieber, nach wenigen Tagen dann eine Leberentzündung die zur Gelbverfärbung der Haut führt. Weitere Komplikationen sind Schleimhautblutungen und Nierenversagen.

Die Erkrankung hinterlässt eine wohl lebenslange Immunität.

Geschichtlich ist das Gelbfieber als gefährliche Seuche schon mehrere hundert Jahre bekannt, hat es doch die französischen Kolonialbestrebungen auf dem amerikanischen Kontinent entscheidend geschwächt und zum Beispiel den Bau des Panamakanals über lange Jahre verzögert, bis rigorose Moskitobekämpfung zu Hilfe kam. In den 1930er Jahren wurde dann endlich der Erreger entdeckt. Ab 1945 kam der erste Impfstoff zur Anwendung.

Reisemedizinische Aspekte: Reisende in oben genannte Gebiete, aber auch bei allen anderen (Fern)Reisen sollten sich von ihrem Hausarzt oder einem Reisemediziner zeitig vor der Reise (8-12 Wochen vorher wenn möglich) beraten lassen. Oft sind noch mehrere andere Impfungen zu empfehlen und müssen dann mit der Impfung gegen Gelbfieber abgestimmt werden, da diese gleichzeitig oder mit 4 Wochen Abstand zu verabreichen ist, spätestens jedoch 10 Tage vor der Einreise.

Zahlreiche gelbfieber-gefährdete aber auch -freie Länder verlangen einen Nachweis der Gelbfieberschutzimpfung. Diese Impfung muss durch eine in Deutschland staatlich anerkannte Gelbfieberimpfstelle erfolgen.(Listen dieser Impfstellen finden sich im Internet z.B. über die Tropenmedizinische Gesellschaft (DTG) sowie das Centrum für Reisemedizin (CRM).Der bisher einzige offiziell zugelassene Impfstoff heisst “Stamaril”

Neben der Impfung ist ein Schutz gegen die Insektenstiche durch entsprechende Hautschutz- Mittel die den Wirkstoff DEET enthalten(oder ähnliche)unbedingt zu empfehlen. Auch können die Imprägnierung der Moskitonetze und der Bekleidung hier sehr hilfreich vor diesen „geflügelten Vampiren“ schützen, die ja auch noch andere Krankheiten wie das Dengue-Fieber oder Malaria übertragen.