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Alkoholkonsum und Demenz

Alkoholkonsum und Demenz

 

Auch moderater Alkoholkonsum ist ein Risiko für Demenz „ das präsentiert Michelle Roberts auf einer Internationalen Konferenz als Ergebnis einer Studie an 1300 Frauen in dem Alter über 60 und forderte damit diejenigen heraus, die behaupten das der mäßige Konsum von geringen Mengen Alkohols gut für die Gesundheit und auch das Gehirn sei.

 

Auch diejenigen die sich also zurückhalten wären einem Risiko ausgesetzt, ebenso wie die sogenannten “Quartalssäufer“ und die, die regelmäßig viel Alkohol konsumierten.

Je höher der Alkoholkonsum desto stärker die Auswirkungen auf das Gehirn wie: leichte Erinnerungsstörungen sowie andere Hirnfunktionsstörungen bis hin zur voll ausgeprägten Demenz.

Auch Frauen die während der Beobachtungszeit mit dem Alkohol anfingen erhöhten ihr Risiko damit. Ein „moderater“ Alkoholkonsum von 7-14 „Drinks“ pro Woche würde die oben beschriebenen leichteren Störungen schon auslösen als Warnsignal für drohende Demenz.

 

Andere Studien eines US-Forscherteams zeigten möglichen Schaden durch sogenanntes „Quartals saufen“. Die untersuchten 5075 Männer und Frauen die mindestens ein mal im Monat zu viel Alkohol tranken entwickelten schneller demenztypische Probleme.

Wer alle 14 Tage „zu tief in’s Glas“ schaute verdoppelte sein Risiko.

 

Alkoholkonsum kann Blutdruck- und Cholesterinanstieg bewirken, was wiederrum zur Schädigung der Blutgefäße der hirnversorgenden Arterien führen kann, was zu einer anderen Variante, der vaskulären Demenz führen kann.

 

Männer sollten demnach nicht mehr als 3-4 Einheiten, Frauen 2-3 Einheiten Alkohol pro Tag konsumieren. Eine Einheit Alkohol entspräche etwa ½ l Bier, einem kleinen Glas Wein oder 25ml starker Alkoholika.

 

Dr. Marie Janson von der Alzheimer Forschung in England warnte, das in allen Ländern mit nachgewiesen hohem Alkoholkonsum diese neuen Daten für Menschen jeden Alters sehr ernst genommen werden sollten.

„ Solch unterschiedlichen Ergebnisse unterstreichen den Bedarf für tieferführende Studien die herausstellen in wie fern das Trinkverhalten das Hirn und damit die Kognition(das menschliche Verhalten) beeinflusst”.

Viele Menschen würden trinken um sich zu entspannen, deshalb sei es wichtig hier ein Auge auf der Menge des Alkoholkonsums zu behalten.

Abschließend betonte sie das die beste Empfehlung die sei, den Alkoholkonsum ein Leben lang auf sehr geringer Höhe zu halten um von den möglichen Vorteilen zu profitieren und den Risiken von Ausschweifungen zu entgehen.

 

Weitere Informationen hierzu folgen. Bitte schauen sie regelmäßig in meinen Blog!

 

Bitte scheuen sie sich nicht einen Sprechstundentermin zu vereinbaren, falls Sie sich hier angesprochen fühlen oder ein Familienmitglied hier Probleme hat. Wir werden das Problem diskret aber konsequent angehen.

 

Links: http://www.alz.org/aaic/

http://www.alzheimersresearchuk.org/

 

Eventuell von Interesse:  http://www.anonyme-alkoholiker.de

Homocystein – die heimliche (Alzheimer)-Zeitbombe

Homocystein(Hcy) ist eine natürlich vorkommende Aminosäure. Sie ist ein obligates Produkt im Zellstoffwechsel, ist im menschlichen Blut messbar, konnte aber bisher mit keiner körpereigenen Funktion in Verbindung gebracht werden. Ungefährliche (Normal)Werte liegen bei 6-10micromol/l, wobei man davon ausgeht das Werte von 10micromol/l für Erwachsene und insbesondere Gefäß und Herzkranke schon potentiell schädlich sein können. Seit einigen Jahren sind die Mediziner immer aufmerksamer auf diesen Blutwert geworden weil Studien zeigten, dass er mit für eine starke Schädigung der Gefäßwände zuständig ist.

Als Ursache für erhöhte Hcy-Werte zeigten sich: Lebensstil-Faktoren(Kaffee, Zigaretten, Alkohol, erhöhte Proteinaufnahme, vegane Ernährung), Nierenfunktionsstörungen, Schilddrüsenunterfunktion, Autoimmunerkrankungen, erworbene Vitamin B6/B12/Folsäure-Mangelzustände(z.B. chronische Darmerkrankungen) genetische Defekte. Des weiteren sind diverse Medikamente Ursache eines Hcy-Blutspiegelanstiegs.

Die Folge erhöhter Hcy-Werte sind Durchblutungsstörungen allgemein aber insbesondere auch die mit der Arteriosklerose einhergehenden Erkrankungen wie die Koronare Herzkrankheit und der Schlaganfall, Thrombosen, Maculadegeneration, Schwangerschaftskomplikationen und sogar  Entwicklungsstörungen des Fötus im Mutterleib, Schlaganfälle  sogar bei Kindern sowie Depressionen und wie man inzwischen weiß  auch Demenzerkrankungen im Alter. Insbesondere bei der Alzheimer Demenz weiß man inzwischen das Blutdruck und Fettwerte hier statistisch keine Relevanz bei der Auslösung der Erkrankung zeigen. Homocysteinwerterhöhungen hingegen, insbesondere in den mittleren Lebensjahren sind jedoch, wie aus  alten und neuen Studien(2011) bekannt, nachweislich Auslöser für diese Demenzerkrankung.

Wie therapiert man nun einen zu hohen Hcy-Wert?

Dazu muß man wissen: Hcy verhält sich umgekehrt proportional zu den Blutspiegeln von B6, B12 und Folsäure. Das heißt: sind diese Vitaminspiegel oder auch nur einer davon im Blut zu niedrig steigt der Hcy-Spiegel; Besteht eine hohe Konzentration von B6/B12/Folsäure im Blut sinkt der Hcy-Spiegel. Betrachtet man die Empfehlungen der DGE(Deutschen Gesellschaft für Ernährung) und setzt sie in Beziehung zur üblichen Ernährung in Deutschland erkennt man schnell das hier eine Unterversorgung für B6 und Folsäure und zu geringem Masse auch für B12 besteht. Es ist also nicht realistisch den Bedarf an B6/B12/Folsäure diätetisch decken zu wollen, ganz abgesehen von diversen Krankheiten die zu einer Minderaufnahme  mit diesen Vitaminen führen und so eine Unterversorgung bedingen. Hier sollten dann hochdosierte Präparate in Tablettenform und in bestimmten Fällen auch Injektionen  erfolgen um den Vitamin B6/B12 und Folsäure-Spiegel zu heben und damit das Risiko zu senken.

Liebe Patienten! Sprechen sie bitte Ihren (Haus)Arzt auf den Homocysteinwert an und lassen Sie diesen bestimmen. Stellt sich eine Risiko heraus sollten sie schleunigst mit dem Arzt beraten wie man den Hcy-Wert normalisieren kann.